Stadtentwicklung

Vom Sommer im September, von reisenden Häusern und vielem mehr – die Transfergazette Nr. 3 ist da

In nagelneuem Gewand zeigen wir unsere Arbeit aus den letzten Monaten. Ein besonderer Fokus dieser Ausgabe liegt auf der ersten September Academy des Transferparks. Unter dem Leitmotiv „neu denken, anders handeln – neu handeln, anders denken …“ ermöglichte das neue Qualifizierungsformat einen vielfältigen Blick in die Kunsthochschule hinein und heraus. Natürlich dürfen auch der Zero Waste Space, neue Perspektiven auf Stadtentwicklung mit Design for debate #3 oder die Siegerbeiträge unserer Studierenden zur Metamorphose des Kieler Umweltministeriums nicht fehlen. Außerdem waren wir viel unterwegs und haben Eindrücke und Wissen aus Berlin, Dessau und Essen mitgebracht.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen! (...)

09.04.2020 · , , , , , ,

Design for debate #3 verpasst? Beide Vorträge zu innovativer Stadtentwicklung jetzt online

Das Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule platzte aus allen Nähten, als wir die Expertinnen für innovative Stadtentwicklung, Tina Saaby und Frauke Gerstenberg, im Dezember 2019 für Design for debate #3 zu Gast hatten. Kein Wunder, ihr Thema „Feeling the city – How do we create cities for and with people“ traf in einer Stadt im Umbruch, wie es Kiel ja seit längerem ist, den Nerv von Studierenden, Städteplaner*innen, Architekt*innen, Vertreter*innen der Stadtverwaltung und Bürger*innen. Wie sieht die Zukunft der Innenstadt aus? Wie können wir sie besser, nämlich menschlicher gestalten und auf unsere Bedürfnisse anpassen? Wie lässt sich eine Stadt fühlen und warum ist das für die künftige Stadtplanung so wichtig? Die Antworten von Tina Saaby, (...)

25.02.2020 · , ,

Stadt auf Augenhöhe – Tina Saaby und Frauke Gerstenberg sprechen bei Design for debate #3 über eine menschengerechte und visionäre Stadtplanung

Wir befinden uns mitten im Kieler Winter. Am 11. Dezember 2019 ist es eisig und das Sonnenlicht verabschiedet sich bereits um 16:30 Uhr. Zwei Stunden später ist es stockfinster. Trotzdem: Jeder einzelne Stuhl, selbst einer, der noch schnell in die letzte Ecke gequetscht wurde, von der aus man kaum etwas sehen kann, ist besetzt. Zusätzlich stehen Menschen an den Seiten des Raumes und blicken gen Rednerpult. Wer ihr Interesse so sehr schürt? Die gemeinsamen Gäste der Raumstrategien und des Muthesius Transferparks, Tina Saaby und Frauke Gerstenbergmit ihrem Thema „Feeling the city – How do we create cities for and with people“. 

Passend zu den aktuellen Umbaumaßnahmen in der Kieler Innenstadt mischt sich Design for debate an diesem Abend in das Thema der Stadtplanung und -entwicklung ein. (...)

14.02.2020 · , ,

Metamorphose des weißen Giganten – Drei Hochschulen entwerfen Zukunftskonzepte für einen Behördencampus an der Mercatorstraße

Die Einwohner*innen von Kiel kennen ihn: den weißen Bürogiganten mit seinen Olympischen Ringen in der Wik. 16 Stockwerke hoch, kastenförming, schnörkellos. In den nächsten Jahren werden aufwändige Renovierungsmaßnahmen am Gebäude zu verrichten sein. In diesem Zuge möchte die GMSH einen Umbau realisieren, der wertvolle Ressourcen für die zukünftige Arbeitswelt zur Verfügung stellen soll: Kommunikationsräume und -flächen, gemeinschaftliche Büros zur Ermöglichung des flexiblen Arbeitens, grüne Außenanlagen für erholsame Pausen und schließlich die Nutzung erneuerbarer Energien. Der Behördenkomplex soll nicht nur modernisiert, sondern in allen Bereichen neu gedacht werden, frei von Sachzwängen und herkömmlichen Konventionen. Insgesamt gilt es, dabei attraktiv für die Arbeitskräfte der Zukunft zu werden und gleichzeitig die Bedürfnisse der heutigen Arbeitnehmer*innen zu berücksichtigen. (...)

28.01.2020 · , ,

Design for debate #3 am 11.12.19, 19:30 Uhr: feeling the city

Einladung Veranstaltung

 

Der Muthesius Transferpark lädt herzlich ein zu Design for debate #3: „feeling the city – how do we create cities for and with people“. Zu Gast sind dieses Mal Tina Saaby, ehemalige Stadtarchitektin von Kopenhagen und Ehrenmitglied des BDA
 und Frauke Gerstenberg, raumlaborberlin, z. Z. Gastprofessorin an der Muthesius Kunsthochschule.

Anlässlich des Muthesius-Semesterprojektes „Kiel 2042 // flämische straße“ beschreiben die beiden Architektinnen ihre Erfahrungen zum Thema Stadtentwicklung und erläutern die wichtigsten Impulse aus Architektur, Kunst und Design für eine lebendige und lebenswerte Stadt: Was brauchen Städte heute, um die universell menschlichen Bedürfnisse ihrer Bewohner*innen zu erfüllen? Wie bleibt dabei genügend Raum für Diversität und Gemeinschaft? (...)

03.12.2019 · ,

A small house enables Zero Waste on a grand scale

The ZERO WASTE SPACE shows possible solutions to reduce the waste of resources and energy in the construction industry. This sector produces 60 percent of the waste in Europe. The ZERO WASTE SPACE tackles the problem where it arises: In the conception and planning phase. The result is a house that is not only built in zero-waste quality, but also actively supports its potential residents in not producing any waste. Muthesius Transferpark, the competence centre of the Muthesius University of Fine Arts and Design, accompanies the project, which serves as a scalable model for design, architecture and construction.

 

Ein kleines Haus betreibt Zero Waste im großen Stil: Der ZERO WASTE SPACE

Der ZERO WASTE SPACE zeigt Lösungsmöglichkeiten auf, (...)

18.06.2019 · ,

Design for debate: public urinals for women (29. April, 18 Uhr)

Ein Abend rund um geschlechtergerechtes Pinkeln mit den Designerinnen Bettina Möllring und Elisa Otañez

Das Veranstaltungsformat „Design for debate“ des Muthesius Transferparks geht in die zweite Runde: Am Montag, den 29. April 2019, ab 18 Uhr dreht sich im Glasfoyer der Muthesius Kunsthochschule alles um Urinale für Frauen, denn das Angebot an öffentlichen Toiletten ist zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt. Für Frauen gestaltet es sich schwierig, in öffentlichen Bereichen einem der grundlegendsten Bedürfnisse nachzukommen: dem Pinkeln.

Die mexikanische Designerin Elisa Otañez ist auf Einladung von Bettina Möllring, Professorin für Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule, und dem Muthesius Transferpark, dem Kompetenzzentrum der Hochschule, in Kiel zu Gast. Elisa Otañez hat 2018 ihr Studium in Social Design an der Design Academy Eindhoven mit ihrem Masterprojekt „Yellow Spots“ abgeschlossen und stellt ihren Entwurf, (...)

25.04.2019 · ,

Design for debate: Feinstaub zum Abendbrot

Feinstaub atmen ist für uns alle alltäglich. Feinstaub anschauen, anfassen und ihn auf dem Teller vor uns liegen haben hingegen – eher nicht. Architektin Iris de Kievith und Designerin Annemarie Piscaer haben sich auf die Fahnen geschrieben, genau das zu ändern.

Am Dienstag, den 19. Februar, um 18 Uhr präsentieren die beiden Initiatorinnen des Projekts „serVies“ auf Einladung des Muthesius Transferparks im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule (Legienstraße 35, 24103 Kiel) einen neuen Zugang zum Thema Feinstaub: irritierend, haptisch und visuell erfahrbar. Piscaer und de Kievith betreiben Feinstaubernte, sie waschen Feinstaub von den Wänden der stark feinstaubbelasteten Stadt Rotterdam. Mit dem Staub glasieren sie selbst gestaltetes Porzellangeschirr. (...)

04.02.2019 · , ,

Weltpremiere für den Pop-up-Store von MOKIT und NO TALENT

Eröffnung des Pop-up-Stores von MOKIT und NO TALENT

Store-Eröffnung: 5. Januar 2019, 17.30 Uhr, Schloßstraße 6, Kiel, Eintritt frei

Leerstand wird zu Freiraum, wenn MOKIT und NO TALENT am 5. Januar 2019 ihren Pop-up-Store in der Kieler Innenstadt eröffnen. MOKIT, ein Team aus Studierenden der Muthesius Kunsthochschule, stellt mit seinem flexiblen Möbelsystem das Grundgerüst des Stores, das Designbüro und Modelabel
NO TALENT bespielt die skulpturartigen Möbelstücke. Vom 5. bis zum 26. Januar belebt der Store mit einem Programm aus Musikveranstaltungen, einer Fotoausstellung sowie einem Magazinrelease die Kieler Altstadt. Zur Eröffnung um 17.30 Uhr kommen begleitende Klänge von Colani Ufo (Soul und Funk). (...)

04.01.2019 · , ,

MOKIT – flexibles Mobiliar für Pop-up-Stores in Kiel und auf der ganzen Welt

Leere Läden in den Innenstädten sind Mist. Das dachten sich auch die Kieler Wirtschaftsförderung und das Referat Kreative Stadt, als sie 2017 zusammen mit Kiel Marketing das Projekt „Zukunft der Innenstadt“ entwickelten, um u. a. Leerstände kurzfristig durch Pop-up-Stores und -Galerien zu beleben. Verbunden mit dieser Idee ist, die jeweiligen Zwischenmieter*innen zu motivieren, neuartige Konzepte auszuprobieren, die dabei helfen, auch die Innenstadt selbst zu transformieren: Von einem Ort des Austauschs von Waren zu einem Ort des Austauschs von Ideen, Diskursen, Aktionen, durch Konzerte, Lesungen, Debatten, Nachbarschaftsfeste, Experimente und und und.

Zwischennutzungen leerer Läden sind temporär und kommen oft kurzfristig zustande. Mieter*innen kommen mit Ideen, aber meistens ohne Möbel. Dafür gibt es ab Januar 2019 MOKIT, (...)

28.11.2018 · , ,

Muthesius Transferpark – Gestaltungsraum für Innovation


Der Muthesius Transferpark ist das Kompetenzzentrum der Kunsthochschule. Mit ihrem speziellen Wissen und ihrer Perspektive sind Gestalter*innen, Designer*innen, Raumstrategen*innen und Künstler*innen Impulsgeber*innen in jedem Innovationsprozess. Ganz gleich, ob es dabei um Produkte, Diskurse oder Veränderungsprozesse in Unternehmen, Institutionen oder in der Gesellschaft geht. Weil Transfer immer auch etwas mit Perspektivwechsel zu tun hat, haben wir bewusst Räume außerhalb der Kunsthochschule bezogen.

Transfer ist keine Einbahnstraße: Wir sorgen für den Austausch und für Kooperationen mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Mit unseren speziellen Projekt-, Veranstaltungs- und Qualifizierungsformaten verknüpfen wir die Kompetenzen aus verschiedenen Welten. Dabei verstehen wir uns auch als Übersetzer*innen für ein breiteres Verständnis von Design und Gestaltung. Denn hervorragendes Design ist viel mehr als ein Produkt. Es ist ein offener Prozess. Eine Methode, die den Anspruch an höchste Qualität ebenso braucht wie den Mut zum Scheitern, Verwerfen und wieder neu Losgehen – und die gerade darum besonders gut dazu beitragen kann, dass Innovationsvorhaben gelingen. Dass wir dies anbieten können, ist in Schleswig-Holstein etwas ganz Besonderes, denn wir sind die einzige Kunsthochschule im Land.

Transfer heißt bewegen, verändern, umsetzen

Lehrende und Studierende entwickeln jedes Semester Fragestellungen zu den aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Themen, sie erforschen und entwerfen Lösungen. In unserem Innovationslabor auf dem Anscharcampus können Entwürfe vertieft, weitergedacht und umgesetzt werden – als Transferprojekte in allen Themenfeldern, zu denen an der Kunsthochschule, auch interdisziplinär, gelehrt und geforscht wird. Dazu zählen Medical Design/Health Care, Demografie, Mobilität, Nachhaltigkeit/Klimaschutz, Digitalisierung, Wissenschaftskommunikation, Produktion der Zukunft, Zukunft der Innenstadt,

Zum Innovationslabor gehören Arbeitsräume sowie eigene Werkräume. Ausgestattet als moderne Werkstatt ist hier Raum für den Transfer von Ideen und Modellen in umsetzbare Strukturen. Wir beraten und begleiten Projektteams dabei, ihre Entwürfe zu hinterfragen, Gedanken zu vertiefen, mit Material zu experimentieren. Die Werkräume sind zugleich Vernetzungs- und Austauschraum. Experten*innen können hier die Fachkenntnisse ihres Gebietes mit anderen teilen und sich austauschen. Dies ermöglichen wir in wiederkehrenden Gesprächs- und Tüftelrunden zu bestimmten Themen, Materialien oder Werkzeugen als auch mit Fachvorträgen.

Hintergrund

Der Muthesius Transferpark wurde zum 1. April 2017 zunächst für fünf Jahre als Kompetenzzentrum bewilligt. Gefördert mit Mitteln der EU und des Landes Schleswig-Holstein, haben wir im Sommer 2017 unsere Arbeit aufgenommen. Wissenschaftliche Leiterin unseres interdisziplinären Teams ist Dr. Inge Schröder, Prof. Dr. Bettina Möllring leitet das Projekt auf Seiten der Kunsthochschule. Die Koordinatorinnen Anke Müffelmann und Susanne Kollmann verantworten Innovationslabor, Vernetzung sowie Qualifizierung und Internationalisierung, Tanja Lücker ist zuständig für Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Die Werkräume liegen in den Händen von Tobias Gehrke, Susanne Martens ist zuständig für Finanzen und Personal. Projektpartner des Transferparks ist die Kieler Wirtschaftsförderung GmbH.

Fragen?

Dr. Inge Schröder
T +49 (0)172 / 420 230 8, E schroeder@muthesius.de