Social Design

Muthesius – So was von da!

Wie die große Mehrheit im Land arbeiten auch wir seit Mitte März überwiegend im Homeoffice. Aber auch und gerade in dieser Zeit der Pandemie können wir zeigen, was Designer*innen und Künstler*innen können: Die richtigen Fragen stellen. Dinge anders denken. Die Gesellschaft besser machen. Gegenwart und Zukunft (mit)gestalten. Wir können uns stärker wieder miteinander verbinden, nach innen und außen Zeichen setzen, auch füreinander sichtbar bleiben.

Wie kann das aussehen? Es kann Wissenskommunikation zu relevanten Themen sein oder Motivserien, die visualisieren, was uns stärkt oder eine Kampagne für Solidarität, die wir der Landesregierung schenken oder Visionen für unsere Städte und Dörfer „danach“ oder ein Hilfenetzwerk für Designer*innen und Künstler*innen oder alles zusammen oder noch was ganz anderes – (...)

22.04.2020 · , ,

Perozo – Social Design made in Kiel

Die Industriedesignerin Janet Perozo erfüllt alle Voraussetzungen, um eine erfolgreiche Gründerin zu sein. Sie hat eine innovative Produktidee, Gründerinnengeist und Durchhaltevermögen. Ihre Erfindung konnte die Absolventin der Muthesius Kunsthochschule mit Unterstützung des Transferparks zudem patentrechtlich schützen: Ein neuartiges Schnittmuster für Oberbekleidung, das es stillenden Müttern erheblich erleichtert, ihr Baby anzulegen. Hinter einer großen Kellerfalte verbergen sich zwei senkrechte Schlitze, die der Mutter das Stillen ihres Babys gestatten. Ganz unkompliziert, diskret und deshalb überall. 

Ursprünglich hatte sie diesen Schnitt entwickelt, um damit OP-Hemden für Kaiserschnittpatientinnen neu zu gestalten und den frischgebackenen Müttern die ersten Tage im Krankenhaus zu erleichtern. Das ist mehr als zwei Jahre her. Inzwischen hat sich viel getan. (...)

12.03.2020 · ,

Muthesius Transferpark – Gestaltungsraum für Innovation


Der Muthesius Transferpark ist das Kompetenzzentrum der Kunsthochschule. Mit ihrem speziellen Wissen und ihrer Perspektive sind Gestalter*innen, Designer*innen, Raumstrategen*innen und Künstler*innen Impulsgeber*innen in jedem Innovationsprozess. Ganz gleich, ob es dabei um Produkte, Diskurse oder Veränderungsprozesse in Unternehmen, Institutionen oder in der Gesellschaft geht. Weil Transfer immer auch etwas mit Perspektivwechsel zu tun hat, haben wir bewusst Räume außerhalb der Kunsthochschule bezogen.

Transfer ist keine Einbahnstraße: Wir sorgen für den Austausch und für Kooperationen mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Mit unseren speziellen Projekt-, Veranstaltungs- und Qualifizierungsformaten verknüpfen wir die Kompetenzen aus verschiedenen Welten. Dabei verstehen wir uns auch als Übersetzer*innen für ein breiteres Verständnis von Design und Gestaltung. Denn hervorragendes Design ist viel mehr als ein Produkt. Es ist ein offener Prozess. Eine Methode, die den Anspruch an höchste Qualität ebenso braucht wie den Mut zum Scheitern, Verwerfen und wieder neu Losgehen – und die gerade darum besonders gut dazu beitragen kann, dass Innovationsvorhaben gelingen. Dass wir dies anbieten können, ist in Schleswig-Holstein etwas ganz Besonderes, denn wir sind die einzige Kunsthochschule im Land.

Transfer heißt bewegen, verändern, umsetzen

Lehrende und Studierende entwickeln jedes Semester Fragestellungen zu den aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Themen, sie erforschen und entwerfen Lösungen. In unserem Innovationslabor auf dem Anscharcampus können Entwürfe vertieft, weitergedacht und umgesetzt werden – als Transferprojekte in allen Themenfeldern, zu denen an der Kunsthochschule, auch interdisziplinär, gelehrt und geforscht wird. Dazu zählen Medical Design/Health Care, Demografie, Mobilität, Nachhaltigkeit/Klimaschutz, Digitalisierung, Wissenschaftskommunikation, Produktion der Zukunft, Zukunft der Innenstadt,

Zum Innovationslabor gehören Arbeitsräume sowie eigene Werkräume. Ausgestattet als moderne Werkstatt ist hier Raum für den Transfer von Ideen und Modellen in umsetzbare Strukturen. Wir beraten und begleiten Projektteams dabei, ihre Entwürfe zu hinterfragen, Gedanken zu vertiefen, mit Material zu experimentieren. Die Werkräume sind zugleich Vernetzungs- und Austauschraum. Experten*innen können hier die Fachkenntnisse ihres Gebietes mit anderen teilen und sich austauschen. Dies ermöglichen wir in wiederkehrenden Gesprächs- und Tüftelrunden zu bestimmten Themen, Materialien oder Werkzeugen als auch mit Fachvorträgen.

Hintergrund

Der Muthesius Transferpark wurde zum 1. April 2017 zunächst für fünf Jahre als Kompetenzzentrum bewilligt. Gefördert mit Mitteln der EU und des Landes Schleswig-Holstein, haben wir im Sommer 2017 unsere Arbeit aufgenommen. Wissenschaftliche Leiterin unseres interdisziplinären Teams ist Dr. Inge Schröder, Prof. Dr. Bettina Möllring leitet das Projekt auf Seiten der Kunsthochschule. Die Koordinatorinnen Anke Müffelmann und Susanne Kollmann verantworten Innovationslabor, Vernetzung sowie Qualifizierung und Internationalisierung, Tanja Lücker ist zuständig für Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Die Werkräume liegen in den Händen von Tobias Gehrke, Susanne Martens ist zuständig für Finanzen und Personal. Projektpartner des Transferparks ist die Kieler Wirtschaftsförderung GmbH.

Fragen?

Dr. Inge Schröder
T +49 (0)172 / 420 230 8, E schroeder@muthesius.de