Muthesius – So was von da!

Wie die große Mehrheit im Land arbeiten auch wir seit Mitte März überwiegend im Homeoffice. Aber auch und gerade in dieser Zeit der Pandemie können wir zeigen, was Designer*innen und Künstler*innen können: Die richtigen Fragen stellen. Dinge anders denken. Die Gesellschaft besser machen. Gegenwart und Zukunft (mit)gestalten. Wir können uns stärker wieder miteinander verbinden, nach innen und außen Zeichen setzen, auch füreinander sichtbar bleiben.

Wie kann das aussehen? Es kann Wissenskommunikation zu relevanten Themen sein oder Motivserien, die visualisieren, was uns stärkt oder eine Kampagne für Solidarität, die wir der Landesregierung schenken oder Visionen für unsere Städte und Dörfer „danach“ oder ein Hilfenetzwerk für Designer*innen und Künstler*innen oder alles zusammen oder noch was ganz anderes – da fällt Euch/ Ihnen ganz sicher selbst genug ein. Lasst uns darüber zusammen nachdenken oder schließt Euch zusammen – was immer am besten funktioniert. Hauptsache, wir halten uns gegenseitig auf dem Laufenden.

Diese Prozesse begleiten wir vom Transferpark gerne und unterstützen da, wo Ihr und Sie es braucht. Das kann Organisatorisches sein, Recherche, Logistik, Vernetzung und die Unterstützung bei Umsetzungen. Wir haben einen Workspace „Muthesius – So was von da!“ auf incom eingerichtet. Alle, die incom nicht nutzen, bitten wir um eine kurze Nachricht an kollmann@muthesius.de, dann bauen wir einen zusätzlichen Info-Verteiler auf. Unabhängig davon unterstützen wir jede*n von Euch mit Rat und Tat, der*die Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen beantragen möchte, die es derzeit von der Bundesregierung, dem Land SH und den Berufsverbänden gibt.

An ersten Ideen wird inzwischen gearbeitet. Wir freuen uns über weiteres Feedback per Mail, Telefon, Zoom, Postkarte … 

22.04.2020 , ,

Muthesius Transferpark – Gestaltungsraum für Innovation


Der Muthesius Transferpark ist das Kompetenzzentrum der Kunsthochschule. Mit ihrem speziellen Wissen und ihrer Perspektive sind Gestalter*innen, Designer*innen, Raumstrategen*innen und Künstler*innen Impulsgeber*innen in jedem Innovationsprozess. Ganz gleich, ob es dabei um Produkte, Diskurse oder Veränderungsprozesse in Unternehmen, Institutionen oder in der Gesellschaft geht. Weil Transfer immer auch etwas mit Perspektivwechsel zu tun hat, haben wir bewusst Räume außerhalb der Kunsthochschule bezogen.

Transfer ist keine Einbahnstraße: Wir sorgen für den Austausch und für Kooperationen mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Mit unseren speziellen Projekt-, Veranstaltungs- und Qualifizierungsformaten verknüpfen wir die Kompetenzen aus verschiedenen Welten. Dabei verstehen wir uns auch als Übersetzer*innen für ein breiteres Verständnis von Design und Gestaltung. Denn hervorragendes Design ist viel mehr als ein Produkt. Es ist ein offener Prozess. Eine Methode, die den Anspruch an höchste Qualität ebenso braucht wie den Mut zum Scheitern, Verwerfen und wieder neu Losgehen – und die gerade darum besonders gut dazu beitragen kann, dass Innovationsvorhaben gelingen. Dass wir dies anbieten können, ist in Schleswig-Holstein etwas ganz Besonderes, denn wir sind die einzige Kunsthochschule im Land.

Transfer heißt bewegen, verändern, umsetzen

Lehrende und Studierende entwickeln jedes Semester Fragestellungen zu den aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Themen, sie erforschen und entwerfen Lösungen. In unserem Innovationslabor auf dem Anscharcampus können Entwürfe vertieft, weitergedacht und umgesetzt werden – als Transferprojekte in allen Themenfeldern, zu denen an der Kunsthochschule, auch interdisziplinär, gelehrt und geforscht wird. Dazu zählen Medical Design/Health Care, Demografie, Mobilität, Nachhaltigkeit/Klimaschutz, Digitalisierung, Wissenschaftskommunikation, Produktion der Zukunft, Zukunft der Innenstadt,

Zum Innovationslabor gehören Arbeitsräume sowie eigene Werkräume. Ausgestattet als moderne Werkstatt ist hier Raum für den Transfer von Ideen und Modellen in umsetzbare Strukturen. Wir beraten und begleiten Projektteams dabei, ihre Entwürfe zu hinterfragen, Gedanken zu vertiefen, mit Material zu experimentieren. Die Werkräume sind zugleich Vernetzungs- und Austauschraum. Experten*innen können hier die Fachkenntnisse ihres Gebietes mit anderen teilen und sich austauschen. Dies ermöglichen wir in wiederkehrenden Gesprächs- und Tüftelrunden zu bestimmten Themen, Materialien oder Werkzeugen als auch mit Fachvorträgen.

Hintergrund

Der Muthesius Transferpark wurde zum 1. April 2017 zunächst für fünf Jahre als Kompetenzzentrum bewilligt. Gefördert mit Mitteln der EU und des Landes Schleswig-Holstein, haben wir im Sommer 2017 unsere Arbeit aufgenommen. Wissenschaftliche Leiterin unseres interdisziplinären Teams ist Dr. Inge Schröder, Prof. Dr. Bettina Möllring leitet das Projekt auf Seiten der Kunsthochschule. Die Koordinatorinnen Anke Müffelmann und Susanne Kollmann verantworten Innovationslabor, Vernetzung sowie Qualifizierung und Internationalisierung, Tanja Lücker ist zuständig für Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Die Werkräume liegen in den Händen von Tobias Gehrke, Susanne Martens ist zuständig für Finanzen und Personal. Projektpartner des Transferparks ist die Kieler Wirtschaftsförderung GmbH.

Fragen?

Dr. Inge Schröder
T +49 (0)172 / 420 230 8, E schroeder@muthesius.de